Perowskit: ForscherInnen entwickeln neue "Supersize"-Solarzellen die einfach und günstig produziert werden können

Ein Dach wird mit Solarpanels bestückt

Das ist eine positive Nachricht für die Solarenergie-Technik: WissenschaftlerInnen der Swansea University in Wales haben einen Durchbruch bei der Herstellung von grossflächigen Solarzellen erzielt. Ihnen ist es gelungen, Solarmodule zu produzieren, die mit der Grösse eines A4-Blattes fast sechs mal so gross sind wie alle bisher verfügbaren Produkte. Umgesetzt wurde das noch dazu mittels eines sehr einfachen und kostengünstigen Druckverfahrens, das statt Silizium auf das Material Perowskit setzt und sich auch für eine gross angelegte industrielle Produktion sehr gut eignet.

"Neue Generation von Solarzellen"

"Unser Projekt zeigt, dass Solarzellen aus Perowskit auch eine sehr gute Performance abliefern können, wenn sie in einem sehr grossen Massstab produziert werden - grösser, als es bislang innerhalb der wissenschaftlichen Community bekannt war", freut sich Francesca De Rossi, Technology Transfer Fellow am SPECIFIC Innovation and Knowledge Centre, wo sie ein Team von WissenschaftlerInnen der Swansea University leitet. "Das ist enorm wichtig, wenn es darum geht, einen Herstellungsprozess zu finden, der aus wirtschaftlicher Sicht interessant für die Industrie ist", betont die Forscherin.

Eigens entwickelter Druckvorgang

Der Schlüssel zum Erfolg bei diesem Projekt sei der eigens entwickelte Druckvorgang. "Wir haben das so optimieren können, dass Defekte, die beim Drucken derart grosser Flächen auftreten können, verhindert werden. Das sehr präzise Erzeugen von verschiedenen Schichten hat uns dabei geholfen, die Verbindungen zwischen den einzelnen Zellen zu verbessern und somit die gesamte Leistungsfähigkeit nach oben zu schrauben. Damit steht nun der Weg für eine neue Generation von Solarzellen offen", so De Rossi.

Kein Vakuum mehr für die Herstellung notwendig

Für ihr Solarmodul in Übergrösse griffen die Wissenschaftler auf eine bestehende Art von Solarzelle zurück, die aus Kohlenstoff und Perowskit besteht und als "C-PSC" bezeichnet wird. Diese setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen, die sich alle einzeln drucken und anschliessend zusammensetzen lassen. "Der gesamte Herstellungsprozess lässt sich unter normalen Luftbedingungen umsetzen. Es sind keine teuren Hochvakuumumgebungen notwendig, wie etwa bei der Verwendung von Silizium", verrät die Forscherin.

Nun geht es darum, das Verfahren noch weiter zu verbessern. "Es gibt noch einiges zu tun. Zum Beispiel wollen wir den aktiven Bereich der Oberfläche, die tatsächlich für die Energiegewinnung genutzt werden kann, noch weiter vergrössern", schildert De Rossi.

Quelle: http://swansea.ac.uk, Pressetext.Redaktion
Bild: © HappyTimes.ch

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