In der Schweiz werden pro Jahr 22,6 Milliarden in Forschung investiert - 3. Platz weltweit!

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz unglaubliche 22,6 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung (F+E) aufgewendet! Das sind 2% mehr als im letzten Erhebungsjahr 2015. Mit mehr als 66% der Aufwendungen leisteten die Privatunternehmen nach wie vor den grössten Beitrag. Rund 5 Milliarden Franken an staatlichen Forschungsgeldern berappen die Schweizer SteuerzahlerInnen. Dies zeigen die neusten Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Forschung und Entwicklung.

22,6 Milliarden für Forschung in der Schweiz pro Jahr

2017 wurden in der Schweiz 22,6 Milliarden Franken für F+E-Aktivitäten aufgewendet. Die Privatunternehmen steuerten mit 15,6 Milliarden Franken mehr als zwei Drittel, die Hochschulen investierten rund 6,2 Milliarden der Gesamtaufwendungen.

Der Gesamtbetrag der Aufwendungen im Lauf der Jahre steigt stetig an und erreichte bei jeder Erhebung einen neuen Rekordwert, wenn auch die Steigerung nicht mehr ganz so schnell ansteigt.

Aufwendungen der Privatunternehmen stagnieren, jene der Hochschulen nehmen zu

Zum ersten Mal in 20 Jahren gingen die F+E-Aufwendungen der Unternehmen im Vergleich zur letzten Erhebung (2015) leicht zurück um knapp –0,1%. Dieses Minus ist den Grossunternehmen (100 Beschäftigte oder mehr) zuzuschreiben, deren Aufwendungen um 2% sanken, während die Kleinstunternehmen je nach Grösse ein starkes Wachstum von +13% bis +16% verzeichneten. Ein Drittel der F+E-Aufwendungen der Privatunternehmen ging allein auf das Konto der Pharmaindustrie. Sie bleibt einer der wichtigsten Akteure im Forschungsbereich in der Schweiz.

Die Gesamtaufwendungen für F+E in der Schweiz nahmen insbesondere durch die Hochschulen zu, bei denen seit einigen Jahren ein ungebremstes Wachstum verzeichnet wird (+332 Mio. Franken, +6% gegenüber 2015), das auch dank den SteuerzahlerInnen finanziert werden kann, die 2017 rund 5 Milliarden an Forschungsgeldern mit ihren Steuern finanzierten.

F+E-Intensität in der Schweiz bleibt hoch - 3. Platz weltweit

Die F+E-Aufwendungen beliefen sich auf 3,4% des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz. Dieser Anteil, der die Forschungsintensität innerhalb der Volkswirtschaft misst, war im internationalen Vergleich sehr hoch. Gemäss den OECD-Zahlen positionierte sich die Schweiz hinter Südkorea und Israel auf dem dritten Platz.

Grundlagenforschung im Aufschwung

Seit 2012 gewinnt die Grundlagenforschung zunehmend an Bedeutung. Traditionellerweise sind in erster Linie die Hochschulen in diesem Bereich tätig. Seit rund fünf Jahren wird die Grundlagenforschung jedoch nicht nur durch die steigenden Aufwendungen der Hochschulen, sondern insbesondere auch der Privatunternehmen vorangetrieben. Diese wendeten 2017 mehr als 40% der F+E-Aufwendungen für die Grundlagenforschung auf. In den Vorjahren hatte diese Forschungsart lediglich einen Viertel der F+E-Aufwendungen ausgemacht.

Danke liebe SteuerzahlerInnen! Staat spielt als Finanzierungsträger eine wichtige Rolle

Der Sektor Staat, der sich aus Bund und Kantonen zusammensetzt, führt selbst kaum F+E-Aktivitäten durch. Seine Aufwendungen beliefen sich auf weniger als 1% des Totals. Als Finanzierungsträger spielte er durch die SteuerzahlerInnen hingegen eine umso grössere Rolle, insbesondere für die Hochschulen. Diese erhielten 2017 für ihre F+E-Aktivitäten von den ausgegebenen 6,2 Milliarden nahezu 5 Milliarden Franken von Bund und Kantonen, die ihr Geld bei den SteuerzahlerInnen eintreiben.

Forschung im Ausland mit Handelsdefizit: Schweiz zahlt 7,9 Milliarden, erhält aber nur 1,2 Milliarden zurück

Wie in der Wirtschaft allgemein findet auch bei der Finanzierung der F+E-Aktivitäten ein reger Austausch mit dem Ausland statt. 2017 flossen 1,2 Milliarden Franken aus dem Ausland in F+E-Aktivitäten in der Schweiz (2015: 2,3 Mrd. Franken). Vier Fünftel dieses Betrags kamen Privatunternehmen und 20% dem Sektor Hochschulen zugute. Gleichzeitig finanzierten Schweizer Unternehmen F+E-Aktivitäten im Ausland (oft in Form von Aufträgen) mit nahezu 7,9 Milliarden Franken, was gegenüber der letzten Erhebung einem Plus von 40% entspricht. US-Präsident Trump würde hier von einem "Handels"-Defizit von 6,7 Milliarden sprechen, das es auszugleichen gilt. Entweder investiert das Ausland vermehrt in der Schweiz, oder die Schweiz fährt ihr Forschungsengagement im Ausland herunter, oder beides anteilmässig. Hier wäre unser Bundesrat als Verhandler gefordert.

125'000 Beschäftigte in der Forschung, 36% davon Frauen

2017 blieben die F+E-Beschäftigten in der Schweiz mit rund 125'000 Personen stabil (knapp 82'000 in Vollzeitäquivalenten). Den Hauptanteil davon machten die Forschenden aus (46'000 Vollzeit). Der Frauenanteil steigt kontinuierlich an: 2017 waren 36% der F+E Beschäftigten Frauen, eine Steigerung um 4% gegenüber dem Jahr 2008. 

Quelle: Bundesamt für Statistik

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